Ist die zweite Liga möglich? Tabellenführer Donau Volleys denkt über den Aufstieg nach

Donau Volleys Regensburg - Angriff um den Meistertitel

Die Tabelle der dritten Männer-Liga im Volleyball trügt ein wenig. Die Donau Volleys führen sie formell mit „nur“ drei Punkten Vorsprung auf Delitzsch an, das den Regensburgern im letzten Heimspiel 2025 die erste Saisonniederlage beigebracht hatte, haben dabei zwei Spiele weniger als ihr Konkurrent. Auf den Dritten Mömlingen sind es bei gleich vielen Spielen (elf von 24) vier Punkte Vorsprung.

Wenn die Runde jetzt am Samstagabend (19.30 Uhr) beim Tabellensechsten TSV Zirndorf nach der traditionellen Feiertagspause fortgesetzt, stellt sich also die berechtigte Frage, ob die erst 2020 gegründeten Donau Volleys, die ihr Drittliga-Spielrecht 2022 aus Deggendorf mitbrachten und jetzt ihre vierte Saison spielen, bereits Gedanken an einen Aufstieg in die zweite Liga verschwenden – und ob sie den vor allem organisatorisch großen Sprung dorthin überhaupt leisten können. Im Volleyball ist es an solchen Schnittstellen nämlich durchaus nicht unüblich, auf sein Aufstiegsrecht erst einmal zu verzichten.

Infoveranstaltung im März

„Wir haben unseren Mitgliedern bei der Weihnachtsfeier offen angekündigt, dass wir das auf alle Fälle angehen wollen, wenn wir den Aufstieg sportlich tatsächlich schaffen“, sagt Fernando Acosta, der mit Christian Schneider einer der beiden Sportvorstände bei den Donau Volleys ist. „Im März gibt es eine Infoveranstaltung vom deutschen Verband und der Volleyball-Bundesliga. Das ist eine Art Vorlizenzierung, die man machen muss. Da werden wir hinfahren und uns anschauen und anhören, was auf uns so alles zukommen würde.“ Acosta weiß, dass der Unterschied vor allem im Finanziellen und Organisatorischen liegen würde. Zum Beispiel bedarf es hauptamtlicher Anstellungen und eines Livestreams von jedem Spiel. Zeit für eine Entscheidung wäre bis Ende Mai. „Das wäre deutlich professioneller als bisher. Da müssen wir schauen, ob das Sinn hat.“ 

Wir werden anschauen und anhören, was auf uns so alles zukommen würde. Fernando Acosta, Sportvorstand Donau Volleys

Auch die Hallenfrage ist ein Thema. Immerhin können die Donau Volleys ab ihrem ersten Heimspiel 2026 am 17. Januar (18.30 Uhr) in ihre Stammhalle Clermont-Ferrand-Halle zurückkehren. „Dort gibt es ja jetzt einen neuen Boden“, sagt Fernando Acosta. „Wir freuen uns darauf.“ Trainer Szabolcs „Szabi“ Beregszaszy weiß, was auf die Donau Volleys zukäme. „Ich habe auch schon Profimannschaften trainiert“, sagt er. Der Ungar weiß auch, dass Verstärkungen notwendig würden. „Wir sollten dann schon einen Kader haben, der eine realistische Chance auf den Klassenerhalt hat.“ Zunächst aber gilt es, den Lauf der ersten Saisonhälfte mit zehn Siegen aus elf Spielen fortzusetzen. „Wir wollen das Bestmögliche erreichen: Wenn das dann der erste Platz ist, ist es gut.“

In der Rolle des Gejagten

Positiv fand Beregszaszy schon die Antwort auf die erste Niederlage, das 3:0 in Hammelburg. „Und wir müssen sehen, wie wir verkraften, wenn alle jetzt immer gegen uns als Tabellenführer gewinnen wollen. Aber unsere Verletzten kehren langsam zurück. Wenn das klappt, ist alles möglich. Bisher haben wir das aber auch schon mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kompensiert.“

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